Vom 26. bis 28. Februar 2026 feierte Halle den 341. Geburtstag seines berühmtesten Sohnes Georg Friedrich Händel mit einem dreitägigen Programm unter dem Motto „Happy Birthday Händel“. Im Mittelpunkt stand die festliche Aufführung seines weltberühmten Oratoriums „Messiah“ am Samstagabend.
Den Auftakt der Feierlichkeiten bildete am Donnerstagnachmittag das „Geburtstagsständchen am Händeldenkmal“. Der „Happy Birthday Händel Förderverein“ lud mit einer Kranzniederlegung und einem Flashmob ein, bei dem sangeslustige Hallenser gemeinsam mit den angereisten Messiah-Sängern bekannte Lieder anstimmten. Begleitet wurden sie dabei von Blechbläsern und dem Carillon vom Roten Turm.
Am Freitagabend präsentierten sich die teilnehmenden Chöre in der Marktkirche unter dem Motto „Chorklänge aus nah und fern“. Es traten auf der Stadtsingechor Halle, Interlude Grenoble & East Oxford Community Choir, der Internationale Chor Hildesheim, KeinChor und die Baytones aus Galway. Die Chöre boten einem breiten Publikum eine vielfältige Auswahl an Chorwerken. Auch die Reichelorgel, auf der Händel das Orgelspiel erlernte wurde von Axel Gebhardt zum Erklingen gebracht.
Der Höhepunkt des Festwochenendes fand am Samstag, 28. Februar, in der Händel-Halle statt: 450 Sängerinnen und Sänger aus dem In- und Ausland brachten gemeinsam mit der Staatskapelle Halle unter der Leitung des irischen Dirigenten Proinnsías O’Duinn Händels „Messiah“ zu Gehör. Die Solisten waren Sopran: Klaartje van Veldhoven, Alt: Ulrike Schneider, Tenor: Richard Resch, Bass: Elías Arranz. Das Konzert begeisterte das Publikum mit der ganzen Vielfalt des Oratoriums – von innigen und zarten Klängen bis hin zu temporeichen Solo-, Chor- und Orchesterstücken, darunter das weltberühmte Halleluja und der monumentale Schlusschor „Worthy is the Lamb“.
Besonders erfreut zeigten sich die Veranstalter über die internationale Beteiligung: Der Chor „Interlude“ aus Grenoble nahm in diesem Jahr teil und erinnerte damit an das 50-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Halle. Weitere Sängerinnen und Sänger waren aus Oxford, Barcelona, Dublin, Galway sowie aus allen Ecken Deutschlands und natürlich aus Halle angereist.
Seit dem Jahr 2000 wird mit diesem kultigen und großen Messiah-Chor der Geburtstag von Händel in Halle gefeiert – und auch in diesem Jahr kamen wieder Händelfans aus aller Welt in die Saalestadt, um gemeinsam eines der bedeutendsten Werke des Komponisten aufzuführen, das der Schriftsteller Stefan Zweig einst zu den „Sternstunden der Menschheit“ zählte.